Wissenswertes zur Karwoche und zu Ostern
Die Karwoche ist die wichtigste Woche des Kirchenjahres. „Chara“ ist ein althochdeutsches Wort. Es bedeutet: Trauer, Leid, Wehklage. Die Karwoche ist also eine Zeit der Trauer, weil wir am Kar-Freitag den Todestag Jesu feiernd vergegenwärtigen. Man nennt sie auch die „stille“ oder die „heilige Woche“.

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Als Jesus auf einem Esel feierlich nach Jerusalem einzog, legten die Menschen Zweige (darunter auch von Palmen) auf die Straße, um Jesus so ihre Verehrung zu zeigen (Matthäus 21; Joh. 12).
Der Tag Gründonnerstag hat seinen Namen von dem alten Wort „greinen“, das heißt „weinen“. An diesem Abend feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Freunden. Im Gottesdienst heute werden wir zur Beichte eingeladen und empfangen das Heilige Abendmahl.
Der Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu. In den Gottesdiensten am Vormittag und um 15 Uhr zur Sterbestunde Jesu gedenken wir des Todes Jesu. Der Altar ist kaum geschmückt, es ertönt nur eine Glocke, die Kirchenmusik ist zurückhaltend.
Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu, wie der Karfreitag eigentlich ein stiller Tag.
In den Gottesdiensten der Osternacht und des Ostermorgens feiern die Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung Christi, den Übergang vom Tod zum Leben. In der alten Kirche wurde in der Osternacht auch getauft. Ostern, nicht Weihnachten, ist das älteste christliche Fest. Dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, ist die Grundlage unseres Glaubens. Auf Ostern folgt die fünfzigtägige Freudenzeit des Kirchenjahres bis zum Pfingstfest.

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