„Wir sind Mitarbeiter an eurer Freude!"

So hat Paulus einmal den Dienst der Menschen beschrieben, die in den christlichen Gemeinden mitarbeiten. Kann man es schöner sagen? Als Mitarbeiter Gottes sind wir Mitarbeiter an der Freude der Menschen. Einer Freude, die über den Augenblick hinaus reicht. Diese Freude wächst aus der Liebe zu Gott und zu den Menschen. Diese Freude in die Häuser und Herzen der Menschen zu bringen das ist die wunderbare Aufgabe all der Männer und Frauen, die in unserer Gemeinde mitarbeiten, hauptamtlich, nebenamtlich und ehrenamtlich. Wir müssen gute Bedingungen schaffen, dass diese Freude unter den Menschen wachsen, dass Gottes Wort gehört und sein Geist wirken kann. Räume und Gebäude müssen wir dafür in Ordnung halten oder neu planen und errichten, Finanzen müssen wir sorgsam verwalten, Gottesdienste und Gemeindeleben planen und gestalten und immer wieder Menschen ansprechen. Und viel mehr noch: Miteinander hoffen und beten und glauben, dass Gott hier an diesem Ort zu uns reden und uns nahe sein will. Das sind die Aufgaben eines Kirchenvorstandes. Sechs Frauen und sechs Männer aus unserer Gemeinde haben die letzten sechs Jahre diese Aufgaben übernommen. Sie haben Arbeit und Verantwortung mit uns Pfarrerinnen, Pfarrern und hauptamtlich Mitarbeitenden geteilt. Etliche Mitglieder des bisherigen Kirchenvorstandes sind aus verschiedenen Gründen aus der KV-Arbeit ausgeschieden. Ihnen möchten wir herzlich danken für ihr Mitdenken, Mitbeten und Mitarbeiten in diesem Gremium. Wir können hier nicht alles aufzählen, was jede und jeder Einzelne von ihnen getan und bewirkt hat, aber einiges wollen wir uns allen noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Helmut Krück war die Hälfte seines Lebens (30 Jahre) im Kirchenvorstand der Friedenskirche. 23 Jahre war er Vertrauensmann und hat mit dem geschäftsführenden Pfarrer die Sitzungen vorbereitet. Mit Herz und Sachverstand hat er unsere Diskussionen und Beratungen begleitet und vorangebracht. Er hatte ein Augenmerk auf eine gute Gesprächskultur und ein Sitzungsende vor Mitternacht. Neue Pfarrer und Pfarrerinnen, Diakoninnen und Diakone, Vikarinnen und Vikare und andere Mitarbeitende hat er im Namen des KV und der Gemeinde willkommen geheißen oder verabschiedet. Unzählige Feste und Jubiläen moderierte er heiter und gelassen. Der Kindergarten der Gemeinde und das Wohl der Kinder waren ihm von Anfang an eine Herzensangelegenheit.“

Auch Barbara Höh war 30 Jahre im Kirchenvorstand, davon 12 Jahre als stellvertretende Vertrauensfrau. Gefragt nach ihrer Motivation schrieb sie: „Es macht Freude in dieser Gemeinde mitzuarbeiten.“ In vielen Bereichen der Gemeindearbeit hat Barbara Höh diese Freude erfahren. Fast 25 Jahre lud sie zu den Seniorennachmittagen ein. Besuche bei ihren Senioren zum Geburtstag, bei Krankheit oder einem Trauerfall waren für sie selbstverständlich. Seit mehr als 15 Jahren organisiert sie das bunte Programm des Club 60. Die Ideen für Ausflüge, Museumsbesuche und Vorträge scheinen ihr niemals auszugehen. Seit 1989 gehört sie zum Redaktionsteam des Gemeindebriefes und wird auch weiter auf Inhalt und Form der Beiträge achten und die Leserschaft durch manch vergnüglichen Artikel erfreuen. Barbara Höh war zur Stelle, wo immer auch ihr Rat, ihre Fantasie, ihre Tatkraft, ihre Zeit in unserer Gemeinde gebraucht wurden. Mit Herzlichkeit und Humor und großer Freude hat sie sehr viel bewegt in unserer Gemeinde.“

Christa Doleschel war 24 Jahre im KV. Sie hat sich mit großer Liebe zu unseren Geschwistern in Afrika im Missionsausschuss engagiert. Ihr Besuch in Tansania, der persönliche Kontakt und die Unterstützung durch die Sammlungen halten die Beziehungen zu unserer Partnergemeinde Kidziva lebendig. In früheren Jahren organisierte Frau Doleschel den Flohmarkt und sammelte so Spenden für unsere Gemeinde und andere Projekte. 11 Jahre war sie im Redaktionsteam des „Blickpunkts“. Im Besuchsdienst kümmert sie sich darum, dass Seniorinnen und Senioren zum Geburtstag besucht werden. Frau Doleschel gehörte zu den Gründerinnen des Kontaktekreises, einer Frauengruppe, die sich auch nach Jahrzehnten noch einmal jährlich trifft. Als Mitglied des Festausschusses organisierte sie nicht nur alles mit, was zu einem fröhlichen Fest gehört, sondern sie stand bei Gemeindefesten mit Tortenschaufel und Kaffeekanne im „ Cafe Friedenskirche“. Als Stellvertreterin hat sie unsere Gemeinde in der Prodekanatssynode vertreten.“

Sylvia Bröer hat 12 Jahre im KV mitgearbeitet. In den ersten Jahren brachte sie ihre Kraft, ihre Zeit und ihre Ideen im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein. Als die Stelle des Diakons unbesetzt war, war sie Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Jugendarbeit. Mit viel Frohsinn und Gelassenheit hat sie die Kinder- und Jugendarbeit inhaltlich begleitet und zusammen mit dem Jugendausschuss verantwortet. Dabei fütterte sie uns nicht nur mit Ideen, sondern oft auch mit Gebackenem und Gekochtem. In den letzten Jahren engagierte sie sich in der Erwachsenenbildung im Rahmen des „Forums Friedenskirche“. Frau Bröer hat als Frauenbeaufragte des Prodekanates München-Ost etliche Angebote für Frauen mitgeplant und gestaltet. Eine Aufgabe, die sie ausfüllt und die sie daher gerne noch weiter übernimmt.“

Norbert Schlecht war insgesamt 18 Jahre im Kirchenvorstand. Als junger Familienvater hat er viele Jahre die Arbeit mit jungen Familien begleitet. Unvergessen die Familienwochenenden, bei denen biblische Geschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene lebendig wurden. Und bis tief in die Nacht haben wir gespielt und gelacht. Nach einer beruflich bedingten Auszeit wurde Norbert Schlecht 2006 wieder in den KV gewählt. Im theologischen Ausschuss bereitete er die Einführung des Abendmahls mit Kindern mit vor. Andere Schwerpunkte waren das Fundraising für das neue Gemeindehaus und die Arbeit im Förderverein. Hier wird er sich als Vorsitzender weiter für unsere Gemeindeleben engagieren und so weiter zu unserer Freude und an unserer Freude mitarbeiten.“

In den letzten Jahren im KV und in der Gemeinde hat sich jede und jeder mit seinen Gaben und Fähigkeiten eingebracht, sich bestimmter Themen angenommen und spezielle Aufgaben übernommen. Dazu gehörten auch die Mitglieder des erweiterten Kirchenvorstandes, die nicht mehr kandidiert haben: Gundhild Emilius, Julia Laas, Marion Rückert und Gudrun Wickert. Auch ihnen ein ganz herzliches Dankeschön für ihre Mitarbeit! Ohne euch alle wäre ganz vieles in unserer Gemeinde nicht möglich. Gott sei Dank, dass es euch gibt. Nun ist es Gott sei Dank so, dass die, die ihre Arbeit im KV beenden unserer Gemeinde nicht verloren gehen. Manche werden sich zwar mehr dem Beruf und der Familie widmen, aber mit ihrer Friedenskirche verbunden bleiben. Andere werden weiter in der Gemeinde mitarbeiten. Ganz nach dem Wort des Apostels Paulus: „Wir herrschen nicht über euren Glauben, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude!" (2. Kor.1,24 )

Kerstin Scherer

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