Gemeindereise 2010
ins Heilige Land


Ungehindert von Aschewolken konnten wir nur wenige Stunden vor Schließung des Münchner Flughafens unsere Reise antreten. In einem dicht gedrängten Programm führte uns 34 Friedenskirchler unser theologisch und historisch bestens bewanderter Reiseleiter, Dipl.-Theol. Willi Beck, durchs Hl. Land. Es gelang ihm beeindruckend, die Ereignisse des Alten und Neuen Testaments lebendig werden zu lassen. Auf einem Boot wie zu Jesu Zeiten erlebten wir die Stille auf dem See Genesaret und dachten an die Geschichte von der Stillung des Sturmes. Die biblischen Stätten in Galiläa und die römisch-hellenistischen Ausgrabungen in Zippori und Bet-She’an besuchten wir ebenso wie den Schutthügel von Jericho, der „ältesten Stadt der Welt“, von wo wir, vorbei an Beduinenzelten, hinauf nach Jerusalem fuhren. Vom Ölberg stiegen wir hinab zum Garten Getsemani und wieder hinauf in die Altstadt, gingen durch die Via Dolorosa zur Grabeskirche und zum Abendmahlssaal auf dem Berg Zion.

Ein Ausflug brachte uns zum Herodeion, wo am Fuße des Palasthügels erst vor kurzem Herodes’ Grab gefunden wurde, und ins nahe gelegene, durch die Mauer von Jerusalem getrennte Betlehem auf der palästinensischen Seite mit dem Hirtenfeld und der Geburtskirche. Wir freuten uns, dort „Ich steh an deiner Krippen hier“ singen zu können. Im benachbarten Beit Jala informierte uns Pastor Jadallah Shihadeh eindrucksvoll über die politische Situation und seine Vision von einem friedlichen Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen, von Israelis und Palästinensern, die er in der von ihm begründeten „Abrahams Herberge“ zu verwirklichen sucht. An der Klagemauer konnten wir die Bar-Mitzwa-Feier junger Juden miterleben, im bedrückenden Jad Vaschem wurden wir an die Shoah erinnert. Den Ausklang bildete eine Fahrt zur Felsenfestung des Herodes in Masada, die Besichtigung der ehemaligen Essenersiedlung Qumran und ein entspannendes Bad im Toten Meer. Bewegend für uns alle war auf dem Weg zurück nach Jerusalem der Halt im Wadi Qelt und der abschließende Blick in die Wüste Juda zu einer Besinnung über den Psalm vom guten Hirten. Voll vielfältiger Eindrücke und Erlebnisse kehrten wir nach München zurück.

Hartwig Laubenberger

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