"Gott befohlen!"

Liebe Gemeinde,

die Zeit meines Vikariats geht im Dezember zu Ende, und ich möchte mich von Ihnen verabschieden.

Am Ende des Vikariats ist da das lachende Auge: Die Prüfungen sind geschafft, mein beruflicher Weg kann weitergehen. Er wird weitergehen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, aus welcher ich komme.

Da ist aber auch das weinende Auge, das sich nicht trennen mag: Von der Friedenskirche und den Menschen, die zu ihr gehören - von Ihnen.

Was beides verbindet, ist ein Gefühl großer Dankbarkeit. Ich danke Ihnen sehr für die gemeinsam erlebte und gestaltete Zeit. Für alles Lernen- und Arbeitendürfen mit Ihnen, von Ihnen, für Sie in der Gemeinde. Insbesondere danke ich meiner Mentorin, Pfarrerin Scherer, meiner Co-Mentorin, Pfarrerin Hopfmüller und meinem Schulmentor, Herrn Spohrer - auch für die gute, vertrauensvolle Atmosphäre, in welcher dieses Arbeiten und Lernen geschehen konnte. Ich danke Ihnen für die Offenheit und Herzlichkeit, in welcher Sie alle mir als Vikarin und genauso meiner Familie begegnet sind. Wo ich Ihnen etwas schuldig geblieben bin oder Sie enttäuscht habe, da bitte ich Sie um Verzeihung. Dies zu schreiben ist keine "pastorale Formel", sondern ist mir Bedürfnis.

Von Herzen wünsche ich Ihnen, der Gemeinde der Friedenskirche, Gottes Segen.

Gott halte Sie schützend in seiner guten Hand.

Er bewahre Sie in seinem Frieden.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Vikarin Ulrike Kugler-Schopp

Liebe Frau Kugler-Schopp!

Sie hat der Himmel geschickt! So sagen wir manchmal und meinen damit:

Sie sind genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Ja mehr noch:

Gott selbst hat Sie geschickt.

Der Himmel hat Sie weit und viel herum geschickt: Stuttgart - Paris - Tübingen. - Durham - Jena. - Heidelberg waren Stationen auf Ihrem Weg ins Pfarramt. Zu guter Letzt führte Sie Ihr beruflicher Weg nach Trudering. Als Gastvikarin sind Sie im September 2002 zu uns in die Friedenskirche gekommen.

Schnell haben Sie sich zurecht gefunden in unserer Gemeinde. Mit Ihrer ganzen Kraft, mit viel Freude und Engagement haben Sie sich in die neuen Aufgaben hineinbegeben.

Sie haben oft und selbstverständlich zusätzliche Aufgaben und Verantwortung übernommen und vieles gemeistert, mit Frohsinn und Gelassenheit.

Der Himmel, Gott selbst hat Sie uns geschickt!

So denken viele Menschen in unserer Gemeinde, die Ihnen begegnet sind als Predigerin, Seelsorgerin und Lehrerin. Sie haben uns den liebenden und vergebenden Gott nahe gebracht in Gottesdiensten, im Unterricht und in vielen Begegnungen und Gesprächen.

Ihre Ausbildungszeit geht nun zu Ende und damit Ihre Mitarbeit in unserer Gemeinde

Sie werden uns fehlen. Nicht nur als Mitarbeiterin in vielen Bereichen des Gemeindelebens, in Gottesdiensten, im Kirchenvorstand, im Konfirmanden- und im Religionsunterricht und als Gesprächspartnerin. Sie werden uns vor allem fehlen als Mensch Ulrike Kugler-Schopp, als Kollegin und Freundin. Wir danken Ihnen für alles, was Sie in der Zeit Ihres Vikariats für unsere Gemeinde getan haben.

Es hat mir viel Freude gemacht, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Gerne habe ich Ihre ersten Schritte ins Berufsleben begleitet. Ihr Weg führt Sie wieder zurück nach Württemberg, denn die bayerische Landeskirche übernimmt zurzeit keine Vikarinnen und Vikare aus anderen Landeskirchen in ihren Dienst. Ich bedauere es sehr, dass eine so engagierte und kompetente junge Kollegin, die als Gastvikarin nicht nur eine Lernende war, sondern eine hervorragende Arbeit leistete, nicht in den Dienst der evangelischen Kirche in Bayern übernommen wird.

Sie nehmen sicher viele schöne Erinnerungen mit aus Ihrer Truderinger Zeit. Und auch das wichtigste und schönste Ereignis Ihres Lebens fällt in die Zeit hier in München: Die Geburt Ihrer Tochter Juliane. Sie ist ein Geschenk des Himmels und ein Münchner Kindl.

Sie wissen noch nicht genau, wohin Ihr Weg Sie nun führen wird.

Ich wünsche Ihnen gute neue Erfahrungen und Begegnungen und viel Freude in Ihrem Beruf. Und ich bin mir sicher, wo immer Sie auch in Zukunft leben und arbeiten werden, da wird es Menschen geben, die sagen: Sie hat uns der Himmel geschickt.

Pfüat Gott - Gott behüte Sie, liebe Ulrike Kugler-Schopp, Ihren Mann Michael Schopp und Ihre Tochter Juliane.

Ihre Mentorin Kerstin Scherer

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