Kirchenvorstand Evangelische Friedenskirche München Trudering
 

Liebe Gemeinde,

als ich die Jahreslosung für 2013 das erste Mal las, wusste ich noch nicht, dass sie dieses Mal eine besonders wichtige Bedeutung für mich bekommen würde. Auch ein Diakon muss weiterziehen, eine bleibende Statt hat er (beruflich) nicht.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich als Berufsanfänger, frisch mit der Ausbildung fertig, meine Sendung in die Friedenskirche Trudering erhielt. Als geborener Franke war meine erste Frage: „Wo liegt denn Trudering?“ München war für mich zunächst unbekanntes Neuland, welches ich gerne für mich entdecken wollte.

Und dann war es soweit, ich trat am 1. September 2005 meinen Dienst an. Mit offenen Armen und großer Herzlichkeit wurde ich empfangen und diese Haltung hat sich über all die Jahre nicht verändert.

Spannende Zeiten waren es, war doch klar, dass die erste Pfarrstelle neu zu besetzen war, die Veränderungen aufgrund des Wegfalls der dritten Pfarrstelle mussten bewältigt werden und ein Kirchenvorstand war zu wählen.

Anfangs hatte ich Sorge, ob das alles nicht als Dienstanfänger zu schwierig werden würde. Im Nachhinein kann ich sagen, dass all die zu bewältigenden Aufgaben mich in meinem Diakonsein wachsen ließen. Jetzt blicke ich auf die Zeit zurück und sehe tolle Ereignisse und Gespräche, schöne Begegnungen und manche Diskussion.

Meine Aufgaben in der Gemeinde waren vielfältig: Beim Kinderzeltlager in Plößberg durfte ich immer wieder Kind sein, wenn es galt, Obelix, Balu dem Bären oder den Papas von Wickie und Pippi Langstrumpf ein Gesicht zu verleihen.

Ungezählte Kinderaugen haben geleuchtet, wenn der Nikolaus mit seinen Engeln zu Besuch kam und ihnen Mandarinen und Nüsse von der Friedenskirche überreichte.

Bei den Sommerfesten gab es, genauso wie im Frikiki, immer was zu tun und 4 Wochen lang durfte ich sogar erleben, was es heißt, als Erzieher seinen Dienst im Kindergarten zu tun.

Auch die Kinderbibeltage und Kinderbibelwochen sind mir in liebevoller Erinnerung, denn als rasender und fast allwissender Reporter Willi Wichtig lernte ich mit den Kindern immer wieder Neues über unseren Glauben.

In vielen Gottesdiensten durfte ich Ihnen und Euch von Gott erzählen und den Glauben lebendig machen.

Weit über 500 Konfis habe ich in 8 Jahrgängen begleitet und deren Glaubensentwicklung mitgeprägt.

Als Jugenddiakon waren mir natürlich die Jugendlichen der Gemeinde ein besonderes Herzensanliegen. Ich habe erlebt, wie im Laufe der Jahre der Mitarbeitendenkreis stetig anwuchs. Es freut mich sehr, dass die Jugendlichen starkes Interesse an ihrer Gemeinde zeigen und diese aktiv mitgestalten.

Langweilig wurde mir in dieser Gemeinde zum Glück nie.

Doch gemäß der Jahreslosung ist nach 7 ½ Jahren auch für mich die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Seit 1. Mai bin ich Jugenddiakon in den beiden Kirchengemeinden Christuskirche und Stephanuskirche in Neuhausen-Nymphenburg.

Dass mir diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist, gebe ich gerne zu. Doch die Sendung und der damit verbundene Stellenwechsel gehören zum Leben eines Diakons der Landeskirche dazu. Die Friedenskirche wird immer wichtig für mich bleiben, ist doch die erste Stelle etwas Besonderes und natürlich verbinde ich mit ihr auch meine wundervolle Hochzeit!

Ich danke allen, die mich begleitet, ermutigt, gefordert und gefördert haben und wünsche der Friedenskirche einen gelungenen Gemeindehaus-Bau, eine aktive, lebendige Gemeinde und Gottes Segen.

Ihr Jörg Fecher

Danke Jörg!

Da der Redaktionsschluss kurz vor der offiziellen Bestätigung seiner neuen Stelle lag, können wir uns erst im Nachhinein im „Blickpunkt Gemeinde“ von Jörg Fecher verabschieden und ihm ein ganz herzliches Dankeschön sagen für die 7 1/2 Jahre, die er bei uns als Jugend- und Gemeindediakon tätig war. Dass die Jugendarbeit in diesen Jahren gewachsen ist und blüht, das konnte man an dem von Jugendlichen gut besuchten Abschiedsgottesdienst sehen, sowie an der herzlichen und sehr humorvollen Verabschiedung durch unsere Jugend.

Danken möchte ich Jörg Fecher im Namen des Kirchenvorstandes und des gesamten Teams der Friedenskirche und des Kindergartens für seine engagierte Arbeit in unserer Gemeinde, für die sehr gute Zusammenarbeit, seine kollegiale und freundliche Art, und seine Bereitschaft, immer zur Stelle zu sein, wenn man ihn darum bat.

Er hat im Hintergrund auch ganz einfache, aber sehr notwendige Arbeiten übernommen, ohne davon viel Aufhebens zu machen, wie etwa das Kopieren und Falten von Liedzetteln, das Packen von Materialkisten für die Konfirmandenwochenenden, oder das Bestuhlen des Gemeindesaales für die verschiedensten Veranstaltungen.

Persönlich möchte ich mich für die vertrauensvolle, offene und wertschätzende Zusammenarbeit bedanken, gerade und vor allem in der Umsetzung und Durchführung des neuen Konzeptes der Konfirmandenarbeit. Die Einführung des monatlichen Samstagskurses, der sich schnell großer Beliebtheit bei den Jugendlichen und ihren Eltern erfreute, wäre ohne die selbständige Leitung eines der beiden Samstagskurse durch Jörg Fecher nicht möglich gewesen.

Ich wünsche ihm einen gesegneten Neubeginn als Jugenddiakon in der Christus- und Stephanuskirche im Münchner Westen und ihm und seiner Frau Kathrin einen guten Wechsel in den neuen Stadtteil und in die Rolle als Eltern.

Behüt Dich Gott!

Jürgen Kauffmann


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