Gemeindereise 2012 nach Armenien

Nach einem Nachtflug in das recht unbekannte Land im Südkaukasus müssen für uns 23 Reisende einige wenige Stunden Schlaf fürs Erste genügen. Wegen des guten Wetters ändern wir gleich das Programm, fahren zu einem herrlich über einer tiefen Schlucht gelegenen hellenistischen Tempel, steigen zu den eindrucksvollen Basaltsäulen hinab. Dann besuchen wir ein, an einem Talende verstecktes Kloster, in dem die Lanze verehrt wird, mit der Jesu Seite geöffnet worden sein soll. Es soll mehrere solche Lanzen geben…Ein kleiner Chor singt für uns geistliche und weltliche Stücke armenischer Musik. Tags darauf auf dem Weg in den Süden schaut der Araratgipfel aus den Wolken heraus. Wir probieren den Areni-Wein und sehen im Kloster Noravank beim Lavasch (eine Brotart) backen zu. Ein heftiges Gewitter sorgt dann rechtzeitig zu unserem Ausflug nach Tatev für einen weißblauen Himmel und wunderschön klare Luft. Direkt am Abgrund über einer 500 m tiefen Schlucht liegt diese Klosteranlage, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen. Auf einem Teilstück der Seidenstraße erreichen wir den 2.400 m hohen Selimpass. Nach einem luftigen Picknick taucht die „Blaue Perle“ Armeniens, der Sewansee, auf. Im Luftkurort Dilidschan stärken wir uns mit einem Mittagessen bei einer Familie für die Besichtigung der zum Weltkulturerbe gehörenden Klöster Haghpat und Sanahin. Vorbei an vom Erdbeben 1988 immer noch stark zerstörten Industrieanlagen und am Yessi-dendorf Rja Taza kehren wir nach Eriwan zurück, wo wir noch das Genoziddenkmal besuchen. Nach den Tagen, in denen wir durch das teilweise von großer Armut geprägte, noch sehr ländliche Armenien gefahren sind, fallen uns die Plattenbauten am Stadtrand und das im Zentrum modern und wohlhabend wirkende Eriwan besonders auf. Am letzten Tag steht Edschmiazin auf dem Programm, der Sitz des Katholikos der ältesten christlichen Staatskirche. Die Nacht ist dann wieder sehr kurz, um 2 Uhr klingelt schon der Weckdienst.
Voller vielfältiger Eindrücke über ein jetzt etwas weniger unbekanntes Land kommen wir alle müde, aber unbeschadet wieder in München an.

Hartwig Laubenberger

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